Vermehren von alten Rosensorten

Alte Rosen, die Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte lang strenge Winter, sehr trockene Sommer überstanden, vor allem aber einen gesunden und schönen Wuchs haben, deren Blüttenpracht fast einmalig bezaubernd ist, sind es allemal wert erhalten und weiter verbreiten zu werden. Solche Rosen die auch im Volksmund "Bauernrosen" heißen, stehen oft in gut erhaltenen Bauerngärten, in Parks Burgen und Schlössern. Da diese Rosen in der Regel alle wurzelecht sind, kann man sie auch wurzelecht vermehren. Nur die alte Sorte Cloris konnte ich noch nie bewurzeln. Diese Sorte Cloris, wie manch andere Sorten, machen aber Wurzelausläufer, die zur Vermehrung gut geignet sind. Mitte August vermehre ich solche ausgefallene Raritäten. Die Vermehrung gelingt sowohl in einer computergesteuerten Sprühnebelanlage, auch mit einfachen Mitteln (im Minigewächshaus, unter einem großen Einmachglas oder mit einer Folienhaube. Das Teilsteckholz mit 2-3 Augen oder Kopfsteckling sollte der diesjährige Trieb sein. Guten Erfolg ist garantiert, wenn die Setzlinge mit Bewurzlungsmittel behandelt werden und in kleine Töpfe mit Torf-Sand-Gemisch gesteckt werden. Das Substat am besten vorher schon angießen! Wichtig ist daß die Stecklinge 3 bis 6 Wochen warm und vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit gehalten werden. Sobald die jungen Rosen Wurzel bilden müssen sie abgehärtet werden, indem man das Minigewächshaus vorerst leicht lüftet, ins Glas oder Folienhaube mehr und mehr Luft lässt, bis die neuen Blätter nicht mehr welken. Ende September topft man die Jungpflanzen in größere hohe Container um (? 10-12 cm). Die Auserwählten sollten im Freien überwintert werden, jedoch vor strenger Kälte geschützt werden. Die beste Überwinterung bietet das frostfrei gehaltene Gewächshaus oder ein Foliengewächshaus. Wichtig dabei ist vor allem das Licht, ein dunkler Keller ist ungeignet!